Babymäuschen


Was denkt ein Ungeborenes? Was fühlt es, riecht es, sieht es, spürt es?
Diese Frage wird in diesem Buch umfassend auf witzige, manchmal nachdenkliche und teils philosophische Art und Weise beantwortet.
In einem Tagebuch unterhalten sich das kleine Wesen und die werdende Oma,
tauschen ihre Gefühle, Ängste und Alltagsprobleme aus bis es endlich heißt:

Hurra, das Baby ist da!

Verlag: epubli GmbH, Berlin, April 2015
 ISBN 978-3-7375-4084-1

344 Seiten, Softcover, 18,50 €
erhältlich direkt bei epubli: Buchbestellung Babymäuschen
 
und bei Amazon
bei Buchhandel.de
und mit der ISBN in jeder Buchhandlung
und mit Widmung bei mir



Rezension von Frau DDr. Christine Michelfeit, Präsidentin der Gesellschaft Lyrikfreunde, Innsbruck:

Angelika Pauly, die bekannte Kinderbuchautorin, hat mit diesem Buch einen ganz neuen Weg eingeschlagen. Sie schildert die Gespräche einer Großmutter mit dem noch ungeborenen Kind ihrer Tochter in Tagebuchform, um später daraus ein Buch zu machen.

Damit dürfte sie wahrscheinlich auch ein Tabu gebrochen haben, denn bis jetzt hat meines Wissens noch kein Schriftsteller dieses Thema behandelt, aber Angelika Pauly geht eben immer neue Wege.

Wir können nun an Hand der Gespräche die Entwicklung des Ungeborenen, genannt Babymäuschen, mit der Großmutter verfolgen. Die Gespräche beginnen im 2. Monat der Schwangerschaft der Mutter und enden mit der Geburt  des Kindes. Die Großmutter besucht ihr zukünftiges Enkelkind jeden Tag, die Begrüßung beginnt  jedes mal mit dem gleichen Ritual, „Hallo Oma“ und „Hallo Babymäuschen“, und leitet ein Frage- und Antwortspiel ein. Babymäuschen möchte alles wissen, was in der Welt draußen vor sich geht und was so einzelne Wörter bedeuten wie Hosen oder Schnupfen, warum Geburtstage und Weihnachten gefeiert werden. Oma weiß das  alles, aber manchmal vertröstet sie mit einem „später“ was Babymäuschen gar nicht verstehen will. Umgekehrt erfährt die Oma, wie sich das Leben im Bauch der Mutter abspielt, und kann so die Entwicklung des ungeborenen Kindes verfolgen. Noch schläft es viel, aber langsam entdeckt  es seine Fingerchen und Beine, seine Ohren und  die Augen, mit denen es auf einmal sehen kann. Und es wird immer wissbegieriger und stellt jeden Tag neue Fragen, um dazu seinen Kommentar zu geben. Es erzählt aber auch, wie die Mutter den vergangenen Tag verbracht hat, ob sie traurig war oder gut aufgelegt. Es begleitet die Mutter überall hin, am spannendsten aber sind die Besuche beim Kinderarzt. Babymäuschen, erfährt dann wie viel es gewachsen ist und weiß jetzt auch, dass es „später“ ein Junge sein wird.

Die Geburt rückt immer näher, Babymäuschen kann es schon gar nicht mehr erwarten, endlich  die Welt zu sehen, von der es schon so viel erfahren hat, ob sie wirklich so ist, wie sie Oma geschildert hat. Aber noch ist nicht  so weit. Babymäuschen erlebt noch den Einzug des Frühlings, dann Opas und Mamas Geburtstag. Das mit dem Geburtstag will Babymäuschen näher wissen und es fragt: „…wenn ich geboren werde, habe ich dann auch Geburtstag?“ Oma antwortet: „Nein, im nächsten Jahr hast du deinen Geburtstag.“ Babymäuschen: „Also, wenn ich geboren werde, ist  das mein erster Tag im Leben, aber nicht mein Geburtstag, aber der Tag meiner Geburt?“

Am 10. April ist es so weit, Babymäuschen kommt zur Welt., Oma besucht den kleinen Enkel im Krankenhaus und schließt das Buch, denn nun fängt für Julian ein neues Leben an.

Angelika Pauly hat mit diesem Buch Neuland betreten und es wunderbar geschafft, sich in das Leben eines Ungeborenen hineinzuversetzen und erzielt damit sicher großes Interesse, nicht nur bei den werdenden Müttern.

Christine Michelfeit



zu den Büchern von Angelika Pauly