Emilia greift ein
Emilia greift ein
4. Band der Emilia-Buchreihe
CODI Verlag, ISBN: 978-942312-28-8
Cover und Illustrationen Gaby Hylla
153 Seiten, 14 €
29. Februar 2012


Interview mit mir zum Buch am 17. März auf Radio Wuppertal

Sieger beim Schreib-Wettbewerb für Kindergeschichten.
Die Geschichte Viel zuviel Schnee aus diesem Buch hat den 5. Platz beim Kurzgeschichten-Wettbewerb von kita.volavi.de erreicht.

Emilia als Retterin des Löwenzahns! Mutig kämpft sie für das Unkraut, als Opa es einfach niedermähen 
will und tapfer steht sie für den Schnee ein, den die Erwachsenen beiseite schippen wollen und zittert 
doch vor dem grünen einäugigen Monster. Emilia ist nun 11 Jahre alt und bald wird ihr Omas Garten zu klein. 
Sie findet einen neuen Spielplatz und neue Freunde wie Turbinia, die eigentlich Julia heißt, und Heini, mit 
denen sie zusammen mal wieder eine Rakete baut, um in den Weltraum zu fliegen. Ob es diesmal gelingen wird? 
Ein Beinbruch beim Inlineskaten beschert Emilia einen Krankenhausaufenthalt, doch Omas Geschichten 
trösten sie über das Schlimmste hinweg. Wer ist eigentlich die Weihnachtsplätzchenmaus und warum trägt 
sie rosa Hosen? Funktioniert die Schrumpfmaschine? Viele neue spannende und lustige Geschichten mit Emilia.


REZENSION
von Frau Dr. Dr. Christine Michelfeit, Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde, Innsbruck

Emilia, inzwischen zwölf Jahre alt geworden, entwächst zwar langsam ihrem Zaubergarten, aber ab und zu tauchen in ihren Geschichten die alten Freunde wieder auf. Der Wurzelzwerg weiß immer noch Hilfe, wenn eines der kleine Tiere Probleme hat, der alte Birnbaum  ist bekannt für seine guten Ratschläge und das Ameisenkind Jinni ist nach wie auf der Suche nach Süßigkeiten. Doch einige Male glaubt Emilia selbst eingreifen zu müssen, um für Ordnung zu sorgen, wird dann doch eines Besseren belehrt. So will sie verhindern, dass der Großvater mit seinem Rasenmäher allen Blumen die Köpfe abschneidet, im Traum erfährt sie jedoch, dass das Reich der Blumen unter der Erde ist und die Wurzeln immer wieder neue Blüten hervorbringen. Egal ob oben gemäht wird oder nicht.
In ihrem vierten Emilia-Buch lässt Angelika Pauly immer öfters die Oma zu Wort kommen, sie ist eine wunderbare Märchenerzählerin und weiß damit ihr Enkelkind zu trösten, wenn etwas schief gelaufen ist. So als Emilia, eine begeisterte Inline-Skaterin mit gebrochenem Bein in der Klinik liegt, oder, in einem anderen Fall, bei einem Sturz fast einen Zahn verloren hätte. Es sind meist lustige Geschichten, wie Weihnachten im Sommer oder Gespräche im Frühbeet, originell und amüsant geschrieben. Die Oma ist aber nicht nur eine gute Erzählerin, sondern auch eine gute Köchin und gemeinsam mit Emilia bäckt sie Weihnachtskekse, die dann auf geheimnisvolle Weise wieder verschwinden. Ja, vieles ist rätselhaft in Emilias Welt, man weiß oft nicht, wo die Realität endet und die Phantasie beginnt.
Ganz unsicher wird man bei Turbinia, einem Mädchen, das zu Emilias neuer Freundin wird, einer Nichte des Physikgenies Julius, der uns schon aus früheren Pauly-Büchern bekannt ist.
Auch Turbinia ist ein Genie, bastelt ständig an Erfindungen und zusammen mit Emilia und  Heini entwirft sie eine Rakete, um in den Weltraum zu fliegen. Emilia will es Turbinia nachmachen, und alleine versucht sie einen Karton in ein Kino zu verwandeln, aber das klappt schon gar nicht. Und wieder ist es die Oma die tröstet und sagt: "Turbinia  ist ein kleines Nachwuchs-Physikgenie. Dafür kannst du die Tiere und Pflanzen sprechen hören.“
Am Ende des Buches weiß dann Emilia selbst nicht mehr, ob sie wirklich oder nur eine Erfindung ihrer Schriftsteller-Großmutter ist. Und es kommt fast zu einem Abschied, als Oma und Angelika Pauly  in einer Person zusammenfließen und es aussieht, als wären die Emilia-Bücher damit zu einem Ende gekommen.
Aber bei Angelika Pauly weiß man so etwas nie genau, auf jeden Fall aber sollte man das Buch lesen, solange es Emilia noch gibt. Es ist einfach herzerfrischend und zaubert für ein paar Stunden die Gegenwart weg, man braucht nur in die Welt des kleinen rothaarigen Mädchens einzutauchen.

Christine Michelfeit 
 


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