Emilias Zaubergarten

Emilias Zaubergarten
3. Band der Emilia-Buchreihe

Im Zaubergarten hat alles seine Ordnung, dafür sorgt schon die Gartenpolizei, die einen Kirschbaum 
verhaften will, weil dieser seine Blätter auf das Nachbargrundstück fallen lässt. Gut, dass es Fridolin 
gibt, der kleine Eichhörnchenjunge rettet mit Emilia zusammen nicht nur den Kirschbaum aus dem 
Gefängnis, sondern auch den Garten vor einer gefährlichen Zwergeninvasion.
Gibt es den Wurzelzwerg wirklich? Emilia will ihn fangen und stellt ihm eine Falle. Ob er wohl 
hineintappen wird?
Als Emilia eines Tages verreisen will, wollen alle Tiere des Gartens mitfahren und springen in ihren 
Koffer, der daraufhin viel zu schwer für eine Reise wird.
Erlebt mit Emilia abenteuerliche Geschichten und lernt Albuin aus den Tiefen der Zeit, Gesche Schwantje, 
die hilfreiche Rechenfee, und die heilenden Märchen kennen.



CODI Verlag, Westeregeln
ISBN: 978-3-942313-22-6, 148 Seiten
August 2011
Cover und Innen-Illustrationen: Jutta Mayer



REZENSION

von Frau Dr. Dr. Christine Michelfeit
Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde, Innsbruck 

Immer noch ist Großmutters Garten Emilias liebster Spielplatz, obwohl sie jetzt bereits in die dritte Klasse geht und genug mit der Schule beschäftigt ist. Aber dieser Garten ist eben etwas ganz besonderes, hier leben ihre kleinen Freunde, mit denen sie sich unterhält und an deren Freuden und Sorgen sie teilnimmt. Denn Freuden und Sorgen haben auch sie, genau wie die Menschen oben in ihrer Welt, nur wissen diese Menschen nichts davon. Nur Emilias Oma, die selbst Märchenschreiberin ist, ahnt manches und manchmal erzählt ihr auch Emilia von den Abenteuern ihrer Gartenfreunde, aber die sind oft so phantastisch, dass sie sogar Omas Märchen übertreffen.

So gibt es also ein fröhliches Wiedersehen mit dem Eichhörnchenpaar Kikki und Mucki, die inzwischen Eltern von Fridolin geworden sind. Ein keckes Bürschchen, das immer wieder neue Streiche ausheckt und dazu auch seine Eichhörnchenfreundin, die brave Fridolina anstiftet. Gemeinsam reißen sie aus, um Abenteuer zu suchen, ohne ihre Grenzen zu kennen. Wer hat ihnen aber auch gesagt, dass der Mond kein gelber Ball ist, den sie herunterholen können, um mit ihm zu spielen? Das muss einfach schief ausgehen. Auch Jinni, die kleine Ameise ist wieder da und gerät durch ihre Winzigkeit erneut in Lebensgefahr. Ein Tropfen Vanilleeis aus Emilias Tüte begräbt sie unter sich und es sieht aus, als ob sie unter dem Eisberg erfrieren würde. Aber gemeinsam helfen ihr alle Tiere, jeder hat eine andere Idee, doch der Wurzelzwerg ist am findigsten und taut das Eis mit einem Kerzenstummel auf. Ja, der Wurzelzwerg ist auch wieder da, mit seinem Arztkoffer besucht er die kranken Tiere, manchmal trifft er auch mit Doktor Rabe zusammen, um einen Fall gemeinsam zu lösen. Doktor Rabe ist für die Bäume verantwortlich, denn auch sie brauchen manchmal Hilfe, wie der kleine Birnbaum, den Emilia gepflanzt hat und den der alte, griesgrämige Birnbaum nicht aufkommen lassen will.

Am Ende geht doch alles gut aus, auch die Schulgeschichten, die Pauly immer wieder geschickt einflicht. Es setzt zwar einmal durch Fridolins Schuld einen Fünfer, der aber schnell wieder durch Emilias beste Klassenarbeit ausgebessert wird.

Emilia wird liebevoll von ihren Großeltern betreut und immer öfters erzählt Oma Geschichten die sich in diesem Garten abgespielt haben, als Emilias Mutter selbst noch ein Kind war. Mit dieser Brücke in die Vergangenheit wird Emilia der Garten noch vertrauter, sie fühlt, dass sie deswegen hier so glücklich ist.

Zauberhaft sind auch wiederum die Illustrationen von Jutta Mayer, die dem Buch eine besondere Note geben.

Und so warten wir  gespannt darauf, wie es mit Emilia weitergeht, in Angelika Paulys Phantasie  ist der nächste Band sicher schon vorprogrammiert.

 

Christine Michelfeit



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