Neuauflage erschienen!

Julius zwischen den Welten                                         
Cover: Angelika Pauly

Julius, ein Physiker, immer knapp am Nobelpreis vorbei experimentierend, hat eine Vision:
Eine Zeitmaschine zu bauen und damit in seine Kindheit und Jugend zu reisen.
Er entwickelt verschiedene Maschinen, beobachtet und beäugt von Bert, Freund von Julius
und Journalist des städtischen Tageblattes, der ihm schon eine revolutionäre Idee zutraut, sich aber
mehr für Pizza und Kuchen interessiert. In Julius’ Labor findet sich Bert zunehmend in Unwirklichkeiten versetzt.
Ist das der Hinweis auf eine tatsächlich existierende Zeitmaschine oder gibt es die verschiedenen Juliusse wirklich?

Carow Verlag, ISBN:  978-3-944873-13-8
Umschlaggestaltung: Angelika Pauly
Hardcocer, 115 Seiten
Oktober 2017


Rezension von Frau Dr. Dr. Christine Michelfeit, Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde, Innsbruck :

Julius, das halbe Physik-Genie, ist wieder zurückgekehrt und experimentiert auf neue, stets in der Hoffnung, doch einmal mit seinen Erfindungen den Nobel-Preis zu erhalten. Diesmal soll es eine Zeitmaschine sein, mit der man in die Vergangenheit zurückreisen, Kindheit und Jugend noch einmal erleben kann. Und so versucht er dieses Problem auf verschiedene Weise zu lösen, einmal durch Trennung von Zeit und Raum, dann durch Abspaltung von Dimensionen, Verwandlung des Badezimmers in eine Kugel, die Ideen gehen ihm nicht aus.

Dabei kommt es vor, dass das ganze Labor explodiert, das Haus verschwindet, aber am nächsten Tag experimentiert er ungehindert weiter, stets beobachtet von seinem Freund Bert, einem Journalisten, der wiederum begierig  auf neue Artikel für seine Zeitung ist. Aber immer wieder kommt etwas dazwischen, die Hoffnung auf den Nobelpreis steigt und sinkt, je nachdem wie erfolgreich Julius mit seiner Zeitmaschine ist. Manchmal glaubt er nahe daran zu sein, erlebt wirklich einen Kindheitstag, auch Bert wird in die Babyzeit rückversetzt, aber ganz gelingt es doch nie. Zwischendurch landet Julius einmal bei der Polizei, dann sitzt er im Gefängnis, und wird zum Stammgast in der psychiatrischen Abteilung der Klinik. Dort kennt man ihn, den verrückten Physiker, schon sehr gut, heilt ihn aus, weiß aber genau, dass er dort bald wieder landen wird. In der Klinik trifft er auf seinen alten Freund Henry, einem Dauergast der Psychiatrie, der ebenso begabt und halb verrückt wie Julius ist und ihm seit jeher den Nobelpreis streitig machen will. Ganz zum Schluss scheint es mit der Zeitmaschine doch zu klappen, aber da gibt es ein neues Problem. Das Einstellen der „Fließgeschwindigkeit der Zeit“ verlangt den Faktor 1, da Julius aber auf 0 stellt, kommt er aus der Zeitmaschine nicht mehr heraus, erstarrt und wird bewegungslos, kann nicht mehr sprechen. Wiederum wird er auf die Psychiatrie gebracht, verbringt dort Jahre im gleichen Zustand, bis ein junger Ingenieur den richtigen Hebel drückt und Julius gesund wieder in seine alte Zeit zurückkehrt. Aber nicht mehr lange. Irgendwann hört auf zu experimentieren, isst  nichts mehr, und wird immer dünner, so dünn, dass ihn eine Windbö erfasst und in den Weltraum hinaufträgt. Ist es das Ende? Die Autorin wird da kryptisch:

Im Spannungsfeld zwischen Emission und Verschlucktwerden schwebte ein kleiner toter Physiker am Ereignishorizont des schwarzen Loches in der Mitte unserer Milchstraße entlang … der Raum endete, die Zeit endete und damit sein Tod. Julius befand sich im Unvorstellbaren und existierte körperlos im Unvorstellbaren ….“

Auf seine Frage „bin ich ein Wesen, - bin ich ein Geist?“ gibt vielleicht das nächste Buch von Angelika Pauly Antwort. Denn irgendwie wird Julius sicher aus dem Unvorstellbaren zurückkehren.

Wie immer fasziniert die Autorin durch ihre außergewöhnliche Phantasie und ihr profundes Wissen auf allen Gebieten der Mathematik und Physik. Ihre Einfälle rund um Julius und seine nicht weniger obskure Welt sind so köstlich, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt, um wieder in unsere reale Welt mit ihrer realen Zeit zurückzukehren.

Christine Michelfeit



erschien zudem kapitelweise in der Zeitschrift der Studierendenschaft der FernUniversität in Hagen "SprachRohr"

Grafiken zu einzelnen Geschichten von Gaby Hylla:

Julius sucht das Böse
Julius sucht das Böse
Der Kreis
Der Kreis
Pfeilgeschichten
Pfeilgeschichten
Pfeilgeschichten
Pfeilgeschichten

Raum, Ecken und Grundfarben
Raum, Ecken und Grundfarben

Bert ist dran
Bert ist dran

Bert macht sich Sorgen
Bert macht sich Sorgen

Luftgespenster
Luftgespenster

Julius hat Angst
Julius hat Angst
Zeutgeschichten
Zeitgeschichten



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